Meine Bühnenfotografie
»Sie hat Humor und spielt mit ihrer Kamera Theater, macht mit ihr Musik und tanzt mit ihr und ist da am stärksten, wo sie selbst zur Seherin mit seelischer Tiefenschärfe wird.
Sie will nichts dokumentieren, sondern Atmosphäre vermitteln. Das Wesentliche auf den Bruchteil einer Sekunde verdichten. Auch wenn dadurch keine wohlgefälligen Aufnahmen entstehen, sondern verwirrende, ungewohnte, in deren leichter Unschärfe sich das Auge erst zurechtfinden muss.«
Dies schrieb der Reutlinger General-Anzeiger über Christine Wawras Bühnenfotografie.
»Es gibt die schönsten Fotos in dieser Ausstellung, die die Frage stellen, ob der Boden noch da ist und ob der Himmel noch hält. Die Frage, die Christine Wawra an ihre Bild-Motive mithin stellt, ist die nach der Tiefe hinter der Oberfläche und Erscheinung.
Das ist aber unser aller Frage nach Orientierung.«
So die Ausführungen von Dramaturg Thomas Milz in seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung "Vorhang auf!"