Tanzfotografie
ist der Theaterfotografie eng verwandt. Mehr als jene jedoch, bedeutet sie: Bewegtheit im Bild zu gestalten. Die Bewegung kann bedächtig sein wie bei bestimmten Formen von Klassischem Ballett. Oder aber sie ist reine Hochgeschwindigkeits-Kunst wie im Hip Hop oder Breakdance. Hier fotografiere ich manchmal schneller als ich schauen kann...
Ich halte es für wichtig, in den Rhythmus einzutauchen – denn nur so spürt man gewissermaßen im voraus, wie es weitergehen wird. Es gilt die Balance zu halten zwischen einem Sichverlieren auf der einen Seite und der Kontrolle der Situation im Sucher auf der anderen.
Im Unterschied zur reinen Theater- oder Musikfotografie setze ich – wenn es das Ambiente erlaubt – beim Tanz gerne kreatives Blitzlicht ein. Jenseits einer Automatik mit Totblitz-Effekt entsteht so ein scharfes Kernbild in mehr oder minder verwischter Umgebung. Es stört nicht die vorhandene Lichtstimmung oder fügt ihr nicht weniger ausdrucksvolle Facetten hinzu.
Ob Workshop, Ballettkurs oder Aufführung, ich setze meine technischen und künstlerischen Mittel überall gleichermaßen ein. Das heißt, dass ein Übungsraum auf den Bildern hinterher nicht unbedingt aussehen muss wie ein solcher.
Für meine Fotografien bewegen sich aber nicht nur die Tänzer, sondern auch ich. Oft vollziehe ich das Geschehen auf meine Weise mit und verlasse die übliche Kameraperspektive aus menschlicher Augenhöhe. Entscheiden Sie selbst, wer in dem Making-Of-Bild aus Bali die größere Anmut an den Tag legt...